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NEU! King Kong Proves That Larger Is Better - ein Limitiertes live album von schwefel

Pressebericht im Mannheimer Morgen von Georg Spindler vom 29. Januar 2010

Chamäleon in neuen Farben

Er ist immer wieder für Überraschungen gut, der Mannheimer Rockmusiker Norbert Schwefel. Ein musikalisches Chamäleon, das sich auf seiner neuen CD "King Kong Proves That Larger Is Better" einmal mehr von einer ungewohnten Seite vorstellt: Der Live-Mitschnitt, ein Soundtrack zum Filmklassiker "King Kong und die weiße Frau", präsentiert Schwefel nicht in seinen Rollen als Glamrocker, Alternative-Größe oder Pop-Experimentator - sondern als Gitarren-Heroen. Gleichermaßen beeinflusst vom Brachial-Hardrock Led Zeppelins und dem energetischen Powertrio-Krautrock der frühen Guru Guru, warten Schwefel, Thomas Hinkel (Bass, Keyboards) und Thomas Nelliste (Schlagzeug) mit weitgehend instrumental geprägter Musik auf. Die fließt in einem nahezu steten 40-minütigen Strom wie heiße Klang-Lava dahin.

 

Tänzelnde Trommelfolgen

 

Furios werden diese Sound-Eruptionen angefeuert von Nellistes wirbelnden, aber auch filigran tänzelnden Trommelfolgen, gekrönt durch mächtige Boogie-Riffs und überraschend flinkfingrige, nervös flirrende Tempo-Tonfolgen, die Schwefel fast ein wenig in Fusion-Manier seiner Gitarre entlockt. Aber das ist kein Jazz, sondern schwerer, harter, massiger Rock, in dem es nicht um virtuose Soloflüge, sondern um Sound und Stimmung geht. Und so brüllt, jault und heult Schwefels Gitarre wie ein wildes Tier. Keine schlechte Idee, die Figur des King Kong als Inspiration für eine Musik zu wählen, die immer schon das Triebhafte, Animalische beschworen hat. Dazu rezitiert Schwefel - passend zum Thema - den Text "Cockman" des Beatnik-Autors George Montgomery. Und so ist dieser King-Kong-Soundtrack, auch wenn es ihm etwas an formaler Kohärenz mangelt, wie ein einziges schreiendes Bekenntnis zur Macht der Affekte und Gefühle. Ein expressives Plädoyer für das Menschliche, das sich in einer Welt der Kälte dagegen wehrt, eingesperrt zu werden.

 

WhaT's Your Blow

offizieller Pressetext von Mirko Krüger (Parergon Records)

 

Schwefel ist nicht der x-te talentierte lokale Untergrund-Rocker der Saison, er war im Grunde immer schon mehr GenerationX-Crooner und Show-Man in Post-70s-Glam-Rock-Gewand. Einer der sehr zuverlässig mit substantiell unerwarteten Ergebnissen aufwartet.

Zugleich ist er aber auch erdiger Playboy des Mannheimer Volkes, gewissermassen ein echter Muspelheimer (das von der Forschung mit Mannheim identifizierte mythologische apokalyptische Feuerreich im Süden) und aus dieser Verwurzelung gedeihen bis heute seine Resultate.

Schwefel ist als Ikone stets sowohl real und zugleich virtuell-geheim und Dornröschen-like geblieben. Auch wenn er selber daran nicht erinnert werden mag, gehört Schwefel objektiv betrachtet nach Joy Fleming und vor Xavier Naidoo seit 20 Jahren zum Triumvirat der Show-Grössen Pop-Mannheims. Natürlich als deren Anti- und Subversiversion

 

 

Schwefel hatte schon anno 1990 mit "All Shook Up" eine heisse Elvis Electro-Rave Coverversion veröffentlicht, die wie eine Ur-Vorlage des Elvis-Titels "A Little Less Conversation" in der 2002er Remix-Version von Junkie XL klingt. Der JXL-Mix wurde zu einem Nummer-1-Hit in 20 Ländern, Schwefels vorbildliche Tat hatte sich vor etwas intimerer Kulisse abgespielt - sounds like the perfect crime. Entdeckenswert und auf der aktuellen CD enthalten.

Sein Album "Hot In Hongkong" hielt sich 1989 über mehrere Wochen in den Top-10 der German Independent-Charts.

Ende der 80er kam es für einen Sekundenbruchteil zur Durchkreuzung zweier sehr unterschiedlicher Parallel-Universen, wobei die eine Welt der Anderen einen Song entriss. Seitdem ist Schwefels "Metropolis" auf dem Planeten Gothica als Vademecum landläufiger Discos und Dark-Wave-Compilations nicht mehr wegzudenken.

Der Spex-Leser-Poll 1988 führte Schwefel in der Liste der Newcomer des Jahres.

Phillip Boa versuchte eine ganze Weile vergeblich Schwefel mittels öffentlicher Gerüchtestreuung für sein Label zu gewinnen.

 

Das Album "What's Your Blow" - eine tour de force durch S's signature songs der Jahre 1987 -1992

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